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19. Februar 2026

Skiweekend 2026 – Fitness Herren

Fitness Herren Skiweekend 2026

Valmalenco/Bernina in Italien – Rund um den Piz Palü

Dank Markus Schäfer reisten wir dieses Jahr an einem Donnerstag zu zehnt in einem kleinen Bus von Pratteln über den Julier- und Bernina-Pass bis ins Veltlin in unser Skiweekend.

Unterwegs gab’s im Ristorante Cambrena auf dem Bernina-Pass die ersten Pizzoccheri, die erste Polenta – inmitten der schneeweissen und himmelblau-sonnigen schönen Bergwelt. Durchs Puschlav und Tirano gelangten wir nach Sondrio(360 m.ü.M.), wo es vom Talboden des Veltlins wieder aufwärts ging, bis nach Chiesa in Valmalenco in das Bernina Ski Resort (1500 bis 2400 m.ü.M). Mit traumwandlerischer Sicherheit kurvte Markus unseren Bus und uns über eine wundersame Strasse mit unzähligen Serpentinen am steilen Hang hoch hinauf bis in den Schnee.

Wir waren etwas spät dran, erwischten aber grad noch den Sessellift, um unser Gepäck mitten ins Skigebiet hoch transportieren zu lassen – zu unserer Bleibe, unserem Hotel, dem Refugio Palu’. Die Ursprungsidee, als Ausgleich zur langen Anfahrt mit dem Autobus, ins Skigebiet hinaufzuwandern, konnte moduliert werden: Es wurde gemunkelt, es würde etwa eine Stunde dauern, um im Schnee hochzuwandern. Retrospektiv ergab sich, dass diese eine Stunde des Hinaufwanderns wohl ein eher frommer Wunsch war und sich gut hätte in die Dunkelheit hinein verdoppeln oder verdreifachen können. Glücklicherweise konnten wir die letzten fahrenden Sessel des Sessellifts an diesem Tag aber noch erwischen, so dass wir rasch in die Höhe kamen und nur noch ca. 30 Minuten zum Refugio Palu’, am zugefrorenen See entlang, hinüberwandern konnten, was durch die verschneiten Tannenwälder stimmungsvoll schönwar.

Das Refugio Palu’ ist eine Art luxuriöse Berghütte oder Berghotel: Mehrbettzimmer, teils Kajütenbetten, jedoch auch mit Bar, gemütlich alpin eingerichtet und mit wunderbarem, lokalem Essen. An drei Abenden wurden wir verwöhnt, einmal mit Polenta, gebratenem Salsiz, Rippli, etc., ein anderes Mal mit Pizzoccheri, und dann auch noch mit hausgemachten Ravioli in drei verschiedenen Sorten. Zum Abschluss gab es neben Caffè jeweils diverse Dolci und natürlich auch allerlei geschmackvolles Klar-Liquides.

Am Freitagmorgen ging’s auf die Piste. Vorher allerdings wurden wir inklusive Skis mit dem Snowmobil plus Anhänger vom Koch des Refugio Palu’ zum Sessellift befördert – ein wilder Ritt durch den kalten Schneemorgen, teils über den zugefrorenen See. An unserem ersten Skitag hatte es immer wieder mal etwas Nebel, welcher die den meisten von uns unbekannte Skiregion weiterhin mysteriös unbekannt bleiben liess. Der Schnee war wunderbar zum Fahren – 10 von 10 Punkten! – und die gelegentlichen Sonnenmomente ebenso. Nach gutem Mittagessen in einem gemütlichen kleinen Beizchen auf der Piste und weiteren wirklich tollen Abfahrten auf praktisch menschenleeren Pisten gab’s zum Abschluss einen Umtrunk mit Markus’ Überraschungs-Drink, einem Bombardino 😉 Dieser Drink ist ganz harmlos anzuschauen, friedlich mit Schlagrahm obendrauf, drinnen hat’s dann Eierlikör und irgendetwas sehr scharfes, hochprozentiges im Abgang, das der Schreiber dieses Berichts nicht identifizieren konnte, aber überstanden hat! Die Mehrheit schien den Drink bombastisch zu finden 🙂

Dann war die Rückkehr ins Refugio Palu’ angesagt – eine kleine Skiabfahrt und hochwandern zum Haus, etwas streng, auch mit(wegen?) Bombardino intus. Nach einem nötigen Durstlöscher waren Jassen und Joker angesagt, und damit einige dramatische Szenen, die sich in viel Gelächter und guter Stimmung auflösten.

Nach dem Nachtessen, Spielen, guten Schlafen inmehrstimmiger relativer Harmonie und dem italienischen Zmorge sowie nach wiederum kalter Morgenfahrt mit Snowmobil – waren wir am Samstag früh wieder auf der Piste. Der Nebel hatte sich verzogen, einzelne Wolken zogen noch vorbei, bevor es immer sonniger wurde. Der Schnee war gut und immer mehr Skifahrer waren unterwegs, so dass das Abfahrtsrennen der Männer der Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026, welches unweit von uns stattfand, ein willkommener Anlass zur Pause war. Dank Handy kuckten wir und um uns herum die Italiener bei einem Glas Roten und Käs-Bresaola-Plättchen wie Franjo von Allmen gewann – gefolgt von den zwei Italienern Franzoni und Paris – und alle waren happy!

Das Nachmittags-Skifahren unterbrachen wir für ein feines Essen im Rifugio Motta. Auch die schwarze Abfahrt (Gustavo) ‘Thöni’ wurde mehrfach gewählt, am Schluss ein nahrhafter Steilhang. Das gesamte Skigebiet ist gut präpariert, mit vielen schönen Abfahrten, die auch zu herrlichem Carven einluden. Mit etwas müden Muskeln gings dann zurück Richtung unserem Refugio Palu’ – natürlich mit Zwischenstopp für einen Bombardino (für die meisten).

Nach einem gemütlichen Samstagabend machten wir uns am Sonntagmorgen früh auf den Heimweg. Das Gepäck fuhr mit dem Sessellift wieder ins Tal und wir genossen eine letzte Skiabfahrt. Unser Bus wurde wieder vollgeladen und glücklicherweise wurde auch der Schreiber dieses Berichts mitgenommen…

Auf dem Heimweg zeigte uns Markus in Mossini, das zur Gemeinde Sondrio gehört, sein Haus, das sehr schön ausgebaut ist. Er zeigte uns auch zukünftige Bauprojekte, die noch im Roh- und Umbau sind. Auch seinen 90-jährigen Onkel und dessen Frau besuchten wir kurz – la vera italianità 🙂

Zurück gings über den Bernina-Pass ins Engadin, wo wir in Pontresina im Hotel Palü für einen Imbiss einkehrten – just in jenem Hotel, wo wir, die mit den Mountainbikes 2019 am Alpencross teilnahmen, auch übernachteten, bevor wir, damals, über den Malojapass nach Colico an den Comersee fuhren.

Sonntagabend um ca. 19 Uhr waren wir zurück in Pratteln. Dem Organisator des Skiweekends und Buschauffeur Markus Schäfer sei hier nochmals herzlich gedankt für das sehr gelungene Skiweekend!

Bericht:
Livio Rossi

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